Über uns ...   

 

44 Jahre Behindertenzentrum
1973 wurde aus Eigeninitiative für die Tagesbetreuung und die Förderung von Erwachsenen mit geistiger Behinderung der mildtätige und gemeinnützige Verein "Zentrum zur Förderung geistig Behinderter e.V." von engagierten Eltern und Erziehern gegründet.
Zwei der Initiatoren des Vereins sind noch heute als Vorstand für den Verein tätig und sind maßgeblich an der Weiterentwicklung der Angebote beteiligt.
Das Behindertenzentrum ist eine Tagesförderstätte für erwachse Menschen mit geistiger Behinderung in der Turmstraße 21 in 10559 Berlin-Moabit. Wir bieten 50 Plätze organisiert in vier Gruppen an.
Neben der Förderung in diesen Basisgruppen in den Bereichen Sozialverhalten und Verständigung, lebenspraktischer Bereich, Arbeitsförderung und Außenorientierung zählen zu unseren therapeutischen Angeboten Krankengymnastik, Musiktherapie, Pantomime, Maltherapie, Schreibkurs und therapeutisches Schwimmen.

Als Verbandsmitglied und Mitglied der Lebenshilfe, von Arbeitsgruppen des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sowie des Aktionsbündnisses "Das Blaue Kamel" sind wir an regem Wissensaustausch interessiert, geben Anstöße und sind an der Erarbeitung von Maßnahmen beteiligt. Im Interesse der Betreuten arbeiten wir mit der "Nordberliner Werkgemeinschaft", einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, vertraglich zusammen.

Bei fast allen von uns betreuten Menschen sind umfangreiche Beeinträchtigungen in sprachlicher, sozialer, motorischer oder Wahrnehmungsleistungen vorhanden. Diese treten als Sprachentwicklungs-, Kontakt-, Koordinations-, Seh- und Hörstörungen sowie als Störung des motorisch-taktilen Erfassens auf. Nach unserem Konzept werden diese Menschen in ihrer Gesamtentwicklung gefördert und pflegerisch betreut. Besonderer Wert wird auf die Förderung der praktischen Selbsthilfe, der Selbstsicherheit und auf das Erwerben eines angemessenen Sozialverhaltens gelegt. Als weiteres werden die Betreuten im Rahmen der ihnen gegebenen Möglichkeiten schrittweise an eine kreative, handwerkliche Tätigkeit herangeführt. Wir tauschen uns mit den Familien der Betreuten sowie den Kolleginnen und Kollegen in den Wohneinrichtungen der Behinderten intensiv aus, besuchen uns gegenseitig, lernen das gesamte Umfeld kennen.

Der Grundgedanke unserer multiprofessionellen Mitarbeiter ist die ganzheitliche Akzeptanz der individuellen Persönlichkeit der uns anvertrauten Menschen. Engagiertes Handeln der Pädagogen und Therapeuten gerade gegenüber dem Beeinträchtigten, schafft Lebensperspektive und gibt Möglichkeiten zur Planung. Wir sehen unsere Aufgabe darin, entwicklungsfähige Ansätze bei jedem uns Anvertrauten zu entdecken und zu stärken, mit dem Ziel, an der Erlebnis- und Handlungswelt des Nichtbehinderten teilzunehmen.



Für wen es uns gibt ...
Erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung ohne Werkstattfähigkeit aus den Bezirken der Region Mitte (Mitte, Wedding, Tiergarten, Kreuzberg, Friedrichshain) die sich nach einem Besuch und gegenseitigem Kennenlernen für uns entschieden haben, können platzabhängig bei uns aufgenommen werden. Besondere Erfolge konnten wir bei Betreuung, Förderung und Therapie von Menschen mit mittlerer bis schwerster geistiger Behinderung, gepaart mit ausgeprägten psychisch auffälligen oder autistischen Verhaltensweisen verbuchen. In unserer mehr als dreißigjährigen Förderarbeit ist es uns gelungen, nicht gruppenfähige Behinderte in Gemeinschaften zu integrieren, ihnen erfolgreich Wege der Reifung und Entwicklung zu zeigen. Einige Behinderte können wir sogar an Werkstätten für Behinderte weitervermitteln.
Gern sind wir auch für Menschen mit Behinderung da, bei denen bisher sozial-, familiär-, medikamenten- oder behinderungsbedigt eine Förderung oder Integration in die übliche Handlungswelt nicht möglich war oder gescheitert ist. Menschen, für die die Aufnahme in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung aufgrund ihrer Behinderung und ihres Lebensalters nicht in Betracht kommen kann, werden bei uns in ihren Fähigkeiten stabilisiert.



Und die Eltern ...
Zusammenarbeit mit den Eltern der Behinderten ist Voraussetzung für unsere pädagogische Arbeit. Elternabende dienen nicht nur dem Informationsaustausch über die Belange der Betreuten, sondern auch dem Kontakt der Eltern mit uns und untereinander. Regelmäßige gemeinsame Feiern, wie z.B. das Sommerfest und der Weihnachtsbasar, gehören ebenfalls zu solchen beliebten Treffen.
Durch die intensiven Kontakte zu den Eltern und deren Mitarbeit wurde unsere Klangspielgruppe "Orffeus" gegründet. Zum Miteinander-Freude-Haben, Lachen und Plauschen, Austausch von Neuigkeiten und Sorgen gibt es auch Gelegenheit.



Wir und Ihr – Öffentlichkeitsarbeit
Öffentliche Bilderausstellungen, Basare, Sommer- und Weihnachtsfest, Theaterauf-führungen und Konzerte veranstalten wir in eigenen und fremden Räumen. Auf den Basaren zeigen und verkaufen wir Selbstgefertigtes. Die Konzerte der Klangspielgruppe faszinieren; Tanz und Spiel gibt es während unserer Feste.
Wir freuen uns sehr, dass immer mehr Außenstehende an unseren Aktivitäten teilnehmen.



Praktikanten
Jedes Jahr arbeiten bei uns zehn Praktikanten der Berufsfelder Erziehung, Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Ergotherapie, Heilerziehungspflege und Heilpädagogik. Unsere Mitarbeiter sind zur Ausbildung des Berufsnachwuchses bestens qualifiziert. Wir haben für jeden Praktikanten einen Ausbildungsplan erstellt, der die Ausbildungsinhalte, die Anforderungen an den jungen Menschen, seine Pflichten und beruflichen Möglichkeiten in einer Mappe zusammenfasst. Lernzieldefinitionen und -kontrollen strukturieren die praktische Ausbildung und ermöglichen zielorientiertes Handeln für Anleiter und Praktikanten.

Bei Interesse an einem Praktikumsplatz bewerben Sie sich bitte per Mail oder Post - siehe Kontakt.



Freiwilliges Soziales Jahr
Das BehindertenZentrum bietet 2 Plätze für Teilnehmer eines Freiwilligen Sozialen Jahres.

In Zusammenarbeit mit dem Jugendwerk Aufbau Ost JAO gGmbH als Träger des FSJ, haben junge Menschen die Mmöglichkeit - zwischen Schulabschluss und Beruf, zur Überbrückung der Wartezeit auf einen Studienplatz, zur Vorbereitung für eine berufliche Ausbildung oder während einer Zeit der Neuorientierung im Leben - Erfahrungen mit Menschen mit Behinderung zu sammeln.

Zusammen mit dem pädagogischen Personal gehören zu ihren Aufgaben unter anderem Unterstützung bei Essenssituationen, Anleitung bei der Fmörderung der Betreuten, Begleitung bei Außenaktivitäten, Assistenz bei pflegerischen Täätigkeiten, Hilfe bei Veranstaltungen.

Im Laufe des Freiwilligen Sozialen Jahres ist bei den Teilnehmern eine positive persmönliche Entwicklung festzustellen. Sie lernen Teamarbeit kennen, eignen sich soziale Kompetenzen an, gewinnen an Selbständigkeit und sammeln Erfahrung im Umgang mit Menschen mit verschiedenen Behinderungen.

Die Finanzierung unserer Arbeit
Der gesetzliche Anspruch der Menschen mit Behinderung auf Eingliederungshilfe nach den Bestimmungen des Zwölften Sozialgesetzbuches (Sozialhilfe) soll per "Tagessatz" die Kosten decken. Das volle Leistungsspektrum wäre jedoch ohne den Großmut unserer Spender nicht möglich.